Eigentlich ist dies ein philosophisches Blog, aber gelegentlich erlaube ich mir, auch theologische oder politische Themen zu behandeln. Kürzlich hat Papst Franziskus ein sogenanntes motu proprio veröffentlicht, das den Titel Traditionis Custodes trägt, also „Hüter der Tradition“. Der Titel könnte aus dem „Neusprech“ des Romans „1984“ stammen, denn der Inhalt bedeutet faktisch die Abschaffung der Tradition, zumindest die Abschaffung der traditionellen, auf Papst Gregor den Großen (6. Jahrhundert) zurückgehenden lateinischen Messe. Edward Feser hat dazu einen Text verfasst, dem ich nicht in allen Punkten zustimmen kann, der aber dennoch wertvoll ist und eine gute Kritik dieses Dokuments darstellt.
Mittwoch, 4. August 2021
Papst Franziskus und die katholische Tradition
Eigentlich ist dies ein philosophisches Blog, aber gelegentlich erlaube ich mir, auch theologische oder politische Themen zu behandeln. Kürzlich hat Papst Franziskus ein sogenanntes motu proprio veröffentlicht, das den Titel Traditionis Custodes trägt, also „Hüter der Tradition“. Der Titel könnte aus dem „Neusprech“ des Romans „1984“ stammen, denn der Inhalt bedeutet faktisch die Abschaffung der Tradition, zumindest die Abschaffung der traditionellen, auf Papst Gregor den Großen (6. Jahrhundert) zurückgehenden lateinischen Messe. Edward Feser hat dazu einen Text verfasst, dem ich nicht in allen Punkten zustimmen kann, der aber dennoch wertvoll ist und eine gute Kritik dieses Dokuments darstellt.
Dienstag, 3. August 2021
Die metaphysischen Voraussetzungen der formalen Logik
In verschiedenen Beiträgen dieses Blogs bin ich immer wieder auf Fragen der Logik eingegangen und habe den Unterschied der klassischen-aristotelischen Logik zur modernen mathematischen Logik herausgestellt. Erst kürzlich ist dazu eine dreibändige Einführung in die klassische-aristotelische Logik erschienen, die ich sehr empfehlen kann. Auf die Probleme einer unkritischen Anwendung der modernen Logik auf philosophische Probleme geht jetzt Edward Feser in einem aktuellen Beitrags seines Blogs ein, den ich hier in deutscher Übersetzung wiedergebe:
Mittwoch, 14. Juli 2021
Aristotelisch-Thomistische Philosophie im 21. Jahrhundert. Teil 2
Im Folgenden veröffentliche ich in mehreren Teilen ein Beitrag über die aktuellen Entwicklungen in der aristotelisch-thomistischen Philosophie, der kürzlich in einem Sonderheft der Zeitschrift „DIVINITAS. Rivista Internazionale di Ricerca e di Critica Teologica“ erscheinen ist. Der Beitrag passt sehr gut zu meinem Blog, da er die „Neue Scholastik im 21. Jahrhundert“ perfekt darstellt und zusammenfasst. Der Beitrag hat im Druck allerdings 16 Seiten, so dass ich ihn in verschiedene Teile aufteilen muss. Hier nun der erste Teil dieses Artikels.
Dienstag, 6. Juli 2021
Neugierde verdammt die Katze
Thomas von Aquin sagt uns, dass Neugier ein Laster ist. Bevor Sie sich an Ihre Erbsen klammern, lieber atheistischer Leser, sollten Sie wissen, dass Thomas das Streben nach Wissen als solches nicht verdammte. Im Gegenteil, er bezeichnet ein solches Streben als "Gelehrsamkeit", und er betrachtete es als Tugend, nicht als Laster. "Neugierde", wie Thomas von Aquin den Begriff verwendet, bezieht sich stattdessen auf intellektuelle Bestrebungen, die in irgendeiner Hinsicht ungeordnet sind. (Vergleiche: Die Sünde des Zorns ist nicht der Zorn, sondern das Nachgeben des ungeordneten Zorns; die Sünde der Lust ist nicht das sexuelle Verlangen, sondern das Nachgeben des ungeordneten sexuellen Verlangens; und so weiter. In jedem Fall ist es nicht die Sache, sondern der Missbrauch der Sache, der verurteilt wird).
Aristotelisch-Thomistische Philosophie im 21. Jahrhundert. Teil 1
Im Folgenden veröffentliche ich in mehreren Teilen ein Beitrag über die aktuellen Entwicklungen in der aristotelisch-thomistischen Philosophie, der kürzlich in einem Sonderheft der Zeitschrift „DIVINITAS. Rivista Internazionale di Ricerca e di Critica Teologica“ erscheinen ist. Der Beitrag passt sehr gut zu meinem Blog, da er die „Neue Scholastik im 21. Jahrhundert“ perfekt darstellt und zusammenfasst. Der Beitrag hat im Druck allerdings 16 Seiten, so dass ich ihn in verschiedene Teile aufteilen muss. Hier nun der erste Teil dieses Artikels.
Dienstag, 1. Juni 2021
Grisez über das Abwägen zwischen Gesundheit und anderen Überlegungen
Im Folgenden gebe ich einen jüngst veröffentlichten Text von Edward Feser wieder, der sich mit dem Problem von COVID-19 und besonders mit den unangemessenen Reaktionen von Seiten der Regierenden beschäftigt. Dabei nimmt Feser Bezug auf den bekanntesten Vertreter der sogenannten New Natural Law Theory, also der „Neuen Naturrechtstheorie“, über die sowohl Feser als auch ich selbst (in diesem Blog) uns kritisch geäußert haben. In der Frage der Angemessenheit der Maßnahmen der Regierungen auf die Covid-19 Krise jedoch vertritt Grisez eine eher klassische Position. Der folgende Text von Feser stellt eine gute Ergänzung zu meinem jüngsten Beitrag zum Thema dar. Da der folgende Text für die Verhältnisse in Deutschland mindestens genauso zutrifft wie in den USA, habe ich übersetzt und möchte ich ihn empfehlen.
Dienstag, 25. Mai 2021
Gemeinwohl, Subsidiarität und Corona. Teil 2
Im 1. Teil wurden die Grundlagen für eine Diskussion der Frage vorgestellt, ob die Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angemessen, bzw. ob diese Maßnahmen im Sinne des Gemeinwohls sind. Dabei wurde der Begriff des Gemeinwohls definiert und die außerordentliche große Bedeutung der Subsidiarität für das Gemeinwohl hervorgehoben. Es wurde die Definition gegeben, dass etwas im Sinne des Gemeinwohls ist, genau dann, wenn es die Mittel zur Verfügung stellt, damit eine Person, oder eine Gemeinschaft in die Lage versetzt wird, ihren Zweck selbständig zu verwirklichen.
Dienstag, 18. Mai 2021
Gemeinwohl, Subsidiarität und Corona. Teil 1
Bei der Diskussion um das Für und Wider der von Seiten der Regierenden getroffenen Maßnahmen wird selten Bezug genommen auf die Frage des Gemeinwohls. Das Gemeinwohl ist aber die Aufgabe des Staates. Alle Maßnahmen des Staates und der staatlichen Organe muss auf das Gemeinwohl gerichtet sein. Deshalb muss man die Frage stellen, ob die Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie dem Gemeinwohl nützen oder schaden. Insbesondere der sogenannte Lockdown, die nahezu vollständige Schließung der wirtschaftlichen, kulturellen, schulischen, universitären etc. Einrichtungen hat schwerwiegende Folgen für die ganze Gemeinschaft. Andererseits gehört die Gesundheitsfürsorge zu den Aufgaben des Staates im Sinne des Gemeinwohls. Es ist also ein Abwägung erforderlich. Im folgenden Beitrag soll zunächst die klassische, aristotelisch-scholastische Theorie von Gemeinwohl und Subsidiarität dargestellt werden. In einem späteren Beitrag werde ich dann diese Theorie konkreter auf die Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Pandemie anwenden.
Mittwoch, 12. Mai 2021
Der fünfte Kreis der sozialen Medien
Marshall McLuhans berühmte Bemerkung, dass „das Medium die Botschaft ist“, war nie zutreffender als im Fall von Twitter. Und diese Botschaft ist bösartig. Ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, dass die Plattform ein malum in se ist, aber es ist nahe dran. Der Grund liegt nicht in der politischen Voreingenommenheit, obwohl diese kaum hilfreich ist. Es liegt daran, dass das Medium von seiner Natur her dazu neigt, Aktivitäten zu fördern, die dem zuwiderlaufen, was angesichts unserer Natur als rationale soziale Sinneswesen gut für uns ist.
Freitag, 12. März 2021
Materiale Logik: Band 3 der Reihe Klassische aristotelische Logik ist erschienen
Mit dem dritten und letzten Band der Einführung in die klassische aristotelische Logik ist die Reihe nun komplett. Eine „materiale Logik“ kennt nur die klassische Logik. Während es in der formalen Logik um die formale Gültigkeit des Arguments geht, behandelt die materiale Logik den Inhalt und damit die Wahrheit der Argumente. Die materiale Logik ist zugleich eine allgemeine Einführung in die Philosophie, weil sie die Methoden der anderen Fächer der Philosophie bereitstellt. Es geht hier um die 10 Kategorien des Aristoteles, die Einteilung alles dessen, was es gibt, nach wesentlichen und akzidentellen Prädikaten, um die Frage, was eine Definition ist und welche Regeln bei Definitionen zu beachten sind.
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