Der Verlag EDITIONES SCHOLASTICAE
hat in seinem gestrigen Newsletter einige wirklich interessante
Neuerscheinungen angekündigt. Darunter befindet sich nicht nur die erste
deutsche Übersetzung des Kommentars Thomas von Aquins zu Aristoteles Metaphysik
(dazu in einem späteren Blogbeitrag), sondern auch ein neuer Grundkurs Philosophie. Es handelt sich
bereits um den fünften Band der Reihe Philosophie
des gesunden Menschenverstandes, diesmal mit dem Thema „Die Existenz Gottes“.
Samstag, 23. Januar 2016
Samstag, 16. Januar 2016
Das Eine, das Gute und das Wahre. Der „vierte Weg“
Der vierte Gottesbeweis Thomas von Aquins stellt an den modernen
Menschen vermutlich die höchsten Anforderungen. Denn hier wird vorausgesetzt,
dass es eine Hierarchie des Seienden gibt. Angesichts des heute allgemein verbreiteten
Egalitarismus, also der Auffassung, dass alles gleich ist oder zumindest gleich
sein sollte, ist die Vorstellung einer Über- und Unterordnung nicht ganz leicht
zu vermitteln. Ich will es dennoch versuchen.
Dienstag, 5. Januar 2016
Traditionelle und moderne Logik. Teil 2
Im ersten Teil des Blogbeitrags über den Unterschied
zwischen der traditionellen, aristotelischen Logik und der modernen
mathematischen Logik habe ich versucht zu zeigen, dass sich beide Arten der
Logik in verschiedenen Hinsichten unterscheiden. Beide Systeme der Logik
beruhen auf unterschiedlichen Hintergrundannahmen, sie unterscheiden sich
weiterhin durch die Struktur der Systeme und drittens hinsichtlich des Zwecks.
Grundlegend ist bei allen drei Hinsichten die zugrundeliegende Metaphysik. In
diesem zweiten Teil möchte ich die Unterschiede deutlicher herausarbeiten und zwar
anhand der für die moderne Logik typischen Wahrheitstafeln
Sonntag, 3. Januar 2016
Traditionelle und moderne Logik
Worin bestehen die wesentlichen Unterschiede zwischen der
traditionellen, d.h. aristotelischen Logik und der modernen Logik? Zu dieser
Frage gibt es so gut wie keine Darstellungen. Es wird zwar von Vertretern
beider Seiten betont, dass die Unterschiede sehr groß sind und man kann auch
eine Liste von Unterschieden nennen, durch die sich beide "Arten" der Logik
unterscheiden, aber worin der Unterschied im Wesentlichen besteht bleibt dabei
offen. Im Folgenden möchte ich diesen wesentlichen Unterschied zumindest
andeutungsweise herausarbeiten.
Montag, 21. Dezember 2015
Nur Eins ist notwendig
Der dritte thomistische Gottesbeweis geht, wie alle „fünf Wege“, von einer alltäglichen Erfahrung aus. Wir sehen, dass bestimmte Dinge in unserer Welt kontingent sind, d.h. dass sie nicht notwendigerweise existieren müssen. Dies zeigt sich schon daran, dass sie irgendwann einmal nicht existiert haben und dass sie auch irgendwann aufhören zu existieren. Niemand wird diese Tatsache ernsthaft in Frage stellen.
Donnerstag, 10. Dezember 2015
„Ein Wochenende mit Thomas von Aquin“
Passend zu den letzten Blogbeiträgen veranstaltet das vor
fast genau einem Jahr gegründete Institut für Thomistische Philosophie iTP im Mai 2016
ein Studienwochenende zu den Gottesbeweisen bei Thomas von Aquin. Das
Wochenendseminar mit dem in der Überschrift genannten Titel wird im Schwarzwald
stattfinden und richtet sich an philosophisch interessierte Laien und
Studierende aller Studienfächer. Wie die Website des Instituts meldet, ist
eine Anmeldung bereits möglich. Es stehen nur 20 Teilnehmerplätze zur
Verfügung.
Samstag, 5. Dezember 2015
Wesenheit – Existenz – Gott
Der zweite Gottesbeweis von Thomas von Aquin geht von der
Voraussetzung aus, dass in allen Entitäten die Wesenheit oder das Sosein, also
das, was etwas ist, und die Existenz
verschieden sind. Diese Voraussetzung ist nicht besonders schwer zu akzeptieren.
Deshalb hat Gaven Kerr in seinem jüngsten Buch
auch diesen Gottesbeweis wegen seiner geringen ontologischen Voraussetzungen,
als den am meisten überzeugenden der „fünf Wege“ bezeichnet. Dieser
Gottesbeweis aus der Summa theologiae ist
zudem der einzige, den Thomas in seinem Frühwerk De Ente et Essentia bereits vorgestellt hat.
Montag, 16. November 2015
Wenn sich etwas verändert, dann gibt es eine Ursache: Gott
Der erste der sogenannten „fünf Wege“, - der fünf
Gottesbeweise Thomas von Aquins – geht von einer Tatsache in unserer Erfahrung
aus, die von niemandem ernsthaft bestritten wird. Es gibt Veränderung, Bewegung
in der Welt. Es ist nicht nötig anzunehmen, dass sich alles verändert. Es reicht,
wenn wir davon überzeugt sind, dass es mindestens eine Entität gibt, die sich
verändert.
Dienstag, 3. November 2015
Warum überhaupt Gottesbeweise?
In einer Reaktion auf meinen letzten Beitrag zum Thema
Atheismus und Gottesbeweise hat ein Leser einen Kommentar auf Google+
veröffentlicht, der eher typisch für die Haltung heutiger ernsthafter Christen
zu diesem Thema ist. Insbesondere Protestanten, und hier besonders die frommen
Protestanten in den Freikirchen, aber seit einigen Jahrzehnten auch Katholiken,
sind der Überzeugung, dass Gottesbeweise mehr oder weniger überflüssig sind,
dass durch sie niemand zum christlichen Glauben findet und dass der Gott der
Gottesbeweise kein Gott ist, "vor dem man niederfallen kann" und "den man anbeten
kann". Diese Auffassung ist nicht nur falsch, sie führt sogar zu einem oft
falschen Gottesverständnis. Daher möchte ich einige Worte zu dem Thema sagen,
warum eine philosophische Analyse des Gottesbegriffs und die rationalen Beweise
für die Existenz Gottes nicht nur hilfreich und sinnvoll, sondern sogar
notwendig sind.
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Warum Atheisten gegen einen Strohmann kämpfen
Verschiedene Atheisten, darunter bekannte Namen wie Bertrand Russell,
Daniel Dennett und Richard Dawkins
glauben, sie hätten ein starkes Argument gegen die verschiedenen kosmologischen
Gottesbeweise gefunden. Doch spricht ihr Argument mehr für die völlige
Unkenntnis der kosmologischen Argumente, was für einen Philosophen (zu denen
Dawkins freilich nicht gehört) eher ein Armutszeugnis ist. So führt Daniel
Dennett, einer der führenden analytischen Philosophen gegen die kosmologischen
Argumente an: „Das kosmologische Argument … in seiner einfachsten Form
behauptet, dass weil alles eine Ursache haben muss, auch das Universum eine
Ursache haben muss, nämlich Gott“ (eigene Übersetzung von: D. Dennett, Breaking the Spell, S. 242).
Abonnieren
Posts (Atom)









