Samstag, 11. April 2026

Die Lehre vom gerechten Krieg und die Pflichten der Soldaten


Der Kernpunkt der Lehre vom gerechten Krieg besteht darin, den staatlichen Stellen als Orientierungshilfe zu dienen, wenn sie beurteilen, ob eine von ihnen in Erwägung gezogene militärische Aktion moralisch vertretbar ist. In einer demokratischen Gesellschaft unterstützt sie zudem die Bürger dabei, ihre eigenen Pflichten als Wähler, Meinungsbildner und so weiter wahrzunehmen. Doch wie verhält es sich mit den Soldaten, die in den Kriegen kämpfen müssen, die ihre Regierungen führen wollen? Haben sie die Pflicht, diese Kriege im Lichte der Kriterien des gerechten Krieges moralisch zu beurteilen? Müssen sie sich weigern, in einem ungerechten Krieg zu kämpfen?