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Freitag, 12. März 2021

Materiale Logik: Band 3 der Reihe Klassische aristotelische Logik ist erschienen


Mit dem dritten und letzten Band der Einführung in die klassische aristotelische Logik ist die Reihe nun komplett. Eine „materiale Logik“ kennt nur die klassische Logik. Während es in der formalen Logik um die formale Gültigkeit des Arguments geht, behandelt die materiale Logik den Inhalt und damit die Wahrheit der Argumente. Die materiale Logik ist zugleich eine allgemeine Einführung in die Philosophie, weil sie die Methoden der anderen Fächer der Philosophie bereitstellt. Es geht hier um die 10 Kategorien des Aristoteles, die Einteilung alles dessen, was es gibt, nach wesentlichen und akzidentellen Prädikaten, um die Frage, was eine Definition ist und welche Regeln bei Definitionen zu beachten sind.

 

 

 

Einführung und Überblick über die

klassische aristotelische Logik

 

In den beiden vorhergegangenen Bänden dieser Buchreihe wurde die formale Logik vorgestellt. Häufig wird die Logik insgesamt mit der formalen Logik identifiziert. In der Tat gibt es für die moderne mathematische Logik nichts anderes als die formale Logik. Die moderne Aussagenlogik studiert die Beziehungen zwischen Aussagen bzw. Propositionen und ist ausschließlich formale Logik. Der tatsächliche Inhalt der Argumentation ist dabei irrelevant. Daher haben verschiedene Logiker auch behauptet, dass die Wahrheit einer Aussage mit der Logik nichts zu tun habe. Dies gilt aber nicht für die klassische aristotelische Logik bzw. die traditionelle Logik.

 

Allerdings hängt dieses Verständnis der Logik, also die Identifikation von Logik mit formaler Logik, auch damit zusammen, wie in den vergangenen 200 Jahren die Logik gelehrt wurde. Denn, obwohl die traditionelle Logik immer formale und materiale Logik beinhaltet, also die Betonung der Struktur von Argumenten und des Inhalts der Argumente, wurde letztere weitgehend ignoriert. Die klassische aristotelische Logik hat hingegen immer betont, dass Logik über das Gebiet der bloßen Form oder Struktur hinausgeht und dass der Inhalt den Prozess der Argumentation von den Prämissen bis zur Schlussfolgerung berührt.

 

Logik ist eine „Kunst“, und zwar im Sinne des klassischen, antiken und mittelalterlichen Verständnisses von Kunst. Aristoteles verstand unter „Kunst“ eine organisierte und systematische Disziplin, die in einer organisierten und systematischen Form gelehrt werden kann. Dies gilt aber nicht nur für die formale, sondern auch für die materiale Logik, obwohl diese nicht wie die formale Logik durch strukturelle Konsistenz charakterisiert ist. Auch die materiale Logik ist systematisch, wie das folgende Buch deutlich machen wird.

 

Der Unterschied von formaler und materialer Logik, der gleich noch deutlicher herausgestellt werden wird, besteht darin, dass die formale Logik die Struktur der Argumentation zu verstehen versucht, während die materiale Logik den Inhalt der Argumentation zum Gegenstand hat. Zu einem vollständigen Kurs zur Einführung in die klassische aristotelische Logik gehören deshalb formale und materiale Logik. Die Fähigkeit zum kritischen Denken, die Fähigkeit, Argumente, die wir tagtäglich in Gesprächen, Debatten, in den Medien usw. hören, kritisch zu untersuchen, wird ganz besonders durch die materiale Logik trainiert. Die materiale Logik untersucht nämlich, wie Worte mit Ideen und Vorstellungen verbunden sind und wie Worte in Beziehung zu anderen Worten verwendet werden können. Zudem untersucht die materiale Logik die Bedeutung von Ideen und Vorstellungen und wie eine Idee mit anderen Ideen verbunden ist.

 

Wir sind menschliche Wesen, die einen Großteil ihres Lebens miteinander kommunizieren, und zwar mit Worten. Was wir mit diesen Worten kommunizieren, sind Ideen. Daher ist es von herausragender Bedeutung, zu wissen, wie die Beziehung zwischen Worten und Ideen beschaffen ist. Dies fördert unsere Fähigkeit der Kommunikation und das kritische Denken, das für wissenschaftliches Arbeiten grundlegend ist.

 

 

Ein Überblick über die traditionelle Logik

Die Logik studiert die Vernunft selbst als ein Instrument der Erkenntnis oder als ein Mittel, um die Wahrheit zu erkennen, hat Jacques Maritain einmal gesagt. Logik ist seit jeher ein Teil der Philosophie. Um die Logik besser zu verstehen, sollte man daher einen Blick auf die Philosophie werfen. Um einen Begriff besser zu verstehen, ist es oft hilfreich, seine Beziehung zu anderen, umfangreicheren Begriffen zu untersuchen. Dies werden wir nun auch mit dem Begriff der Logik tun. Um zu zeigen, wie ein Begriff Teil eines umfangreicheren und allgemeineren Begriffs ist, kann man eine Einteilung vornehmen. Dieses Verfahren wird später in diesem Buch ausführlicher erläutert, aber wir teilen auch alltäglich alles Mögliche ein. Das können wir auch mit der Logik versuchen.

 

Die Logik ist ein Teil der Philosophie, und zwar der dritte Teil, neben theoretischer und praktischer Philosophie. Zur theoretischen Philosophie gehören Fächer wie die Metaphysik, die Erkenntnistheorie, die Philosophie der Mathematik, die Naturphilosophie, die Philosophie des Geistes bzw. die philosophische Psychologie. Zur praktischen Philosophie gehören die Handlungstheorie und die Moralphilosophie bzw. die Ethik. Das soll jetzt keine vollständige Auszählung der Fachgebiete der Philosophie sein. Als drittes Gebiet haben wir dann die Logik, das Studium der Vernunft als eines Instruments der Wahrheit, und sie wird eingeteilt in formale und materiale Logik. Die Logik ist aber zugleich auch so etwas wie eine allgemeine Einführung in die Philosophie überhaupt, weil sie die Methoden der anderen Fächer der Philosophie bereitstellt. Und diesem Sinne ist die Logik weniger eine Abteilung der Philosophie als vielmehr die Kunst oder die Wissenschaft, von der die Philosophie Gebrauch macht. Die Logik studiert das begriffliche Sein, das im Lateinischen als ens rationis bezeichnet wurde, und richtet den menschlichen Geist auf die Wahrheit aus.

 

Wie gesagt, gibt es zwei Arten der Logik, die formale und die materiale. Die formale Logik studiert die Form oder Struktur von Argumenten, um so den Prozess verständlich zu machen, wie ein Argument von den Prämissen zu den Schlussfolgerungen fortschreitet. Bei der formalen Logik geht es daher primär um Begriffe, Propositionen und Argumente.

 

Zusätzlich gibt es aber auch eine materiale Logik, bei der es nicht um die Form der Argumente geht, sondern um den Inhalt. Man kann auch sagen, dass, während die formale Logik deutlich macht, wie man von einer Wahrheit zu einer weiteren Wahrheit fortschreitet, die materiale Logik die Wahrheiten selbst behandelt. Sie studiert Begriffe, Propositionen und Argumente, um den erkennbaren Inhalt oder die rationale Struktur von Ideen zu verstehen.

 

Nehmen wir als Beispiel einen klassischen kategorialen Syllogismus:

 

Alle Menschen sind sterblich.

Sokrates ist ein Mensch.

Also ist Sokrates sterblich.

 

Aus der Perspektive der formalen Logik geht es bei diesem wie auch allen anderen Syllogismen um die Frage, ob das Argument gültig ist. Das bedeutet, wir wollen wissen, ob die Schlussfolgerung mit logischer Notwendigkeit aus den Prämissen folgt. Aus der Perspektive der materialen Logik wollen wir wissen, ob das Argument stark oder aussagekräftig ist. Dies beinhaltet nicht nur die Gültigkeit des Arguments, sondern auch die Wahrheit der Prämissen. Wir wollen wissen, ob die beiden Prämissen auch tatsächlich wahr sind und worauf sich die Begriffe „Mensch“, „sterblich“ und „Sokrates“ beziehen, und weiterhin andere Dinge, die nicht direkt mit dem Argument verbunden sind.

 

Die Wahrheit wird erkannt in unserer alltäglichen Erkenntnis der Dinge in unserer Welt und durch die empirischen Wissenschaften. Die formale Logik zeigt uns nur, wie wir von der einen erkannten Wahrheit zu einer anderen Wahrheit fortschreiten. Die Wahrheit spielt aber für die materiale Logik eine herausragende Rolle. So kann man sagen, dass die Wahrheit das Ziel der formalen und der materialen Logik ist.

 

 

Die moderne Logik

Außer der klassischen aristotelischen gibt es seit dem 19. Jahrhundert die moderne mathematische Logik. Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Formen dieser Logik, die auf verschiedenen Gebieten angewendet werden, aber hauptsächlich sind die Aussagenlogik und die Prädikatenlogik Teil der modernen Logik. Die klassische Logik beschäftigt sich vor allem mit der Beziehung zwischen den Termen in einem Argument, wobei das Wort „ist“ (oder die entsprechenden Abwandlungen wie „bin“, „sind“ etc.) als Verbinder dieser Begriffe verstanden wird. An dem oben angeführten Syllogismus ist dies gut erkennbar. Das Argument handelt von den Begriffen „Mensch“, „sterblich“ und „Sokrates“.

 

Die moderne Aussagenlogik hingegen behandelt die Beziehung zwischen den Sätzen bzw. den Aussagen (Propositionen) in einem Argument, ohne dabei die innere Struktur der Sätze zu berücksichtigen. Dadurch begrenzt sie sich auf das hypothetische Argumentieren und ignoriert kategoriales Argumentieren.

 

Peter Kreeft und Ronald Tacelli[1] haben dafür argumentiert, dass diese Begrenzung auf das hypothetische Argumentieren ihren Grund in einer philosophischen Voraussetzung hat, die die moderne Logik von der klassischen aristotelischen unterscheidet. Dazu schreiben sie:

 

Diese [traditionelle Logik] ist eine Logik der [linguistischen] Terme, die [mentale] Begriffe ausdrücken, welche (reale) Wesenheiten oder die Natur der Dinge repräsentieren. Vielen modernen Philosophen sind die realen Wesenheiten und Naturen des gesunden Menschenverstandes verdächtig und zweifelhaft bezüglich unserer Fähigkeit, diese zu erkennen. Die aristotelische Logik geht davon aus, dass es Wesenheiten gibt und dass wir sie auch erkennen können, denn ihre grundlegenden Einheiten sind Terme, die Begriffe ausdrücken, die wiederum Wesenheiten ausdrücken. Aber die moderne symbolische Logik geht nicht von dem aus, was Philosophen als metaphysischen Realismus bezeichnen (dass Wesenheiten real sind), sondern sie setzt zumindest implizit einen metaphysischen Nominalismus voraus (dass Wesenheiten nur Namen bzw. menschliche Etiketten sind), denn die grundlegenden Einheiten der modernen Logik sind nicht Terme, sondern Propositionen. Diese Propositionen bzw. Aussagen werden in argumentativen Strukturen miteinander verbunden, wie bei der Arbeitsweise eines Computers: Wenn p, dann q; p, also q.

 

Die Erwähnung des Computers ist vielsagend, denn tatsächlich hat die moderne Logik Computer erst möglich gemacht, denn ohne diese Logik wäre die Programmierung von Computern nicht möglich. Daher kann man auch sagen, dass die moderne Logik ein Ausdruck dafür ist, wie Computer denken. Viele klassische Logiker haben deshalb die Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass die moderne Logik das Denken von Computern widerspiegelt, während nur die klassische Logik das menschliche Denken adäquat widerspiegelt. Daher kommt auch der gelegentlich geäußerte Verdacht klassischer Logiker, die moderne Logik sei gar keine Logik, sondern eher eine Theorie mathematischer, nichtlogischer Beziehungen.

 

Den Unterschied zwischen einem hypothetischen Syllogismus der traditionellen Logik und demselben Argument in der modernen Logik kann man folgendermaßen darstellen:

 

 

Klassische aristotelische Logik:

 

Wenn alle Menschen sterblich sind, dann ist Sokrates sterblich.

Alle Menschen sind sterblich.

Also ist Sokrates sterblich.

 

Moderne Aussagenlogik:

 

P --> Q

P

Q

 

Diese Art des Arguments behandelt die Beziehung zwischen den Sätzen „Alle Menschen sind sterblich“ und „Sokrates ist sterblich“. Mit anderen Worten geht es um die Beziehungen zwischen ganzen Sätzen. Die moderne Prädikatenlogik behandelt die Beziehungen zwischen Termen und Aussagen. Hier können viele verschiedene Arten von Verbindern benutzt werden:

 

Einige Engel sind böse. Außerdem sind einige Sinneswesen rational.

Wenn es Engel gibt, dann sind Sinneswesen sündig, wenn sie rational sind.

Also sind einige Sinneswesen rational.

 

Moderne Logiker würden dieses Argument in eine symbolische Form übersetzen, so dass es nach bestimmten Regeln analysiert werden kann. Beide Formen der modernen Logik – Aussagen- und Prädikatenlogik – beinhalten bestimmte Annahmen, die denen der klassischen Logik widersprechen.

 

 

Induktives Argumentieren

Zusätzlich zur Deduktion gehört zur formalen Logik auch die Induktion. Ganz allgemein kann man sagen, dass Argumentieren eine Bewegung des Bewusstseins ist. Während deduktives Argumentieren (das ist die Art, die wir vorher beschrieben haben) von universalen Prinzipien zu partikularen Schlussfolgerungen fortschreitet, bewegt sich das induktive Argumentieren von partikularen Tatsachen zu universalen Schlussfolgerungen.

 

Es gibt drei Arten der Induktion: vollständige Induktion, unvollständige Induktion und Argumentieren durch Analogie. Bei einer vollständigen Induktion sind alle Teile eines möglichen Ganzen in den Prämissen aufgezählt. Bei einer unvollständigen Induktion sind nur bestimmte Teile des möglichen Ganzen aufgelistet. Und bei einer Argumentation durch Analogie wird von einer bestimmten, partikularen Tatsache oder einer bestimmten Menge von Tatsachen ausgehend auf eine andere partikulare Tatsache geschlossen.

 

 

Was ist materiale Logik?

Wie bereits gesagt, geht es bei der materialen Logik um den Inhalt der Argumente, darum, was und wie argumentiert wird. Obwohl die materiale Logik nicht so systematisch ist wie die formale, gibt es gleichwohl drei allgemeine Abteilungen.

 

1. Abteilung

In der ersten Abteilung der materialen Logik werden die Modi des Seins behandelt; das sind die verschiedenen Arten, in denen das Sein ausgedrückt wird. Diese Einteilung ist die der zehn Kategorien. Sie werden vielleicht davon gehört haben im Zusammenhang mit der Metaphysik des Aristoteles, und tatsächlich hat die materiale Logik viel mit der Metaphysik gemeinsam. Allerdings unterscheiden sich Metaphysik und materiale Logik in der Hinsicht auf den Gegenstand, denn während es bei der Metaphysik um das Seiende als Seiendes geht, behandelt die Logik die Aussageweisen des Seins. Bei den zehn Kategorien geht es in der materialen Logik also um die zehn Weisen, wie das Sein ausgesagt wird. Diese zehn Kategorien sind nach Aristoteles:

 

Substanz: die Namen von Personen, Tieren, Pflanzen oder anderen natürlichen Dingen;

Quantität: wie viel;

Qualität: die Namen der Dispositionen, Haltungen, Fähigkeiten, Unfähigkeiten, sinnlichen Qualitäten und Formen;

Relation: wie die Dinge miteinander verbunden sind;

Tätigkeit: wie die Dinge tätig sind, mental oder körperlich;

Erleiden: wie Dinge von anderen Dingen beeinflusst werden;

Zeit: wann ein Ding ist, war oder sein wird;

Ort: wo ein Ding ist, war oder sein wird;

Lage: die Ordnung oder Disposition, in der sich ein Ding befindet;

Anhaben: der Zustand, etwas zu haben oder zu besitzen.

 

Alles, was es gibt, alles Seiende, kann in einer dieser zehn Weisen ausgesagt werden. Dies ist die allgemeinste Einteilung dessen, was es gibt, des Seienden. Zugleich kann man fünf sogenannte Prädikabilien unterscheiden. Diese Unterscheidung bezieht sich auf den Umfang, d. h., man kann eine Sache dem zuordnen, wozu sie gehört. Das ist die folgende Einteilung:

 

Gattung: die allgemeine Klasse, zu der ein Ding gehört;

Art: die besondere Gruppe, die unter eine Gattung fällt und zu der ein Ding gehört;

Unterschied: wie ein Ding sich von einem anderen Ding derselben Art unterscheidet;

Eigenschaften: die Merkmale oder Charakteristika, die ein Ding auszeichnen;

Akzidenzien: zufällige Merkmale oder Charakteristika eines Dinges.

 

2. Abteilung

Die zweite Abteilung umfasst die Modi der Erkenntnis, von denen es drei gibt, nämlich Definition, Einteilung und Argumentation. Mithilfe der Technik der Definition studieren wir, was ein Ding hinsichtlich seiner Zusammensetzung bzw. seines erkennbaren Inhalts ist. Bei der Einteilung geht es um die Frage, was ein Ding hinsichtlich seines Umfangs ist, d. h., wir lernen hier, unter welchen Begriff ein bestimmtes Ding fällt. Unter Argumentation versteht man den Wert eines bestimmten Arguments. Dies bedeutet eine Antwort auf die Frage, ob ein Argument notwendig ist oder wahrscheinlich oder fehlerhaft bzw. ungültig.

 

Unter das Thema Definition fällt die aristotelische Theorie der vier Ursachen:

 

Formalursache: zu welcher Art ein Ding gehört;

Materialursache: woraus ein Ding besteht;

Wirkursache: wer oder was ein Ding verändert hat, es gemacht oder in

die Existenz gebracht hat;

Zielursache: der Zweck oder das Ziel, worauf ein Ding ausgerichtet ist.

 

3. Abteilung

Zur dritten Abteilung der materialen Logik gehört das Studium der Demonstration und eine Analyse der Argumentation in verschiedenen Modi des Arguments. Dazu gehören die judikative, dialektische, rhetorische und poetische Argumentation. Die judikative, urteilende Argumentation beruht auf Fakten, selbstevidenten Prinzipien oder wahren Definitionen. Wenn diese wahr sind, ist die Schlussfolgerung notwendig. Die dialektische Argumentation gründet auf Theorien oder Meinungen und führt nur zu wahrscheinlichen Schlussfolgerungen. Die rhetorische Argumentation hat populäre Sprüche, Mottos, Sprichwörter und Beispiele zur Grundlage. Sie wird häufig zur psychologischen Überredung anderer Menschen verwendet, um diese vom eigenen Standpunkt zu überzeugen. Schließlich gibt es noch die poetische Argumentation, deren Grundlage Geschichten, Lieder, Gedichte oder Fabeln sind. Diese Argumentation appelliert vor allem an das Vorstellungsvermögen und versucht, den Zuhörer zur Wahrheit zu führen.

 

 

Zusammenfassung

Logik ist das Gebiet der Philosophie, das die Vernunft als ein Instrument der Wahrheitsfindung behandelt. Die Logik wird eingeteilt in formale und materiale Logik. Erstere untersucht die Form oder Struktur von Argumenten, letztere untersucht den Inhalt von Argumenten. Die formale Logik wird eingeteilt in die deduktive Logik, die von allgemeinen Prinzipien zu partikularen Schlüssen kommt, und die induktive Logik, die von partikularen und empirischen Prämissen zu allgemeinen Schlüssen führt.

 

Die materiale Logik ist in drei Bereiche eingeteilt:

 

I. Modi des Seins

(a(a)   Die zehn Kategorien

(b(b)   Die fünf Prädikabilien

 

II. Modi der Erkenntnis

(a(a)   Definition

(b(b)   Einteilung

(c(c)   Argumentation

 

III. Modi der Argumentation oder Demonstration

(a(a)   Judikativ

(b(b)   Dialektisch

(c(c)   Rhetorisch

(d(d)  Poetisch


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[1] Peter Kreeft / Ronald Tacelli [1994]: Handbook of Christian Apologetics, Chicago (Intervarsity Press).

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